Typebot: KI-Tool Test & Bewertung
Typebot setzen nicht auf KI, sondern auf determinierte Chat-Flows: Fragen, Buttons und Verzweigungen werden per Drag-and-Drop zusammengebaut. Das Ergebnis lassen sich als schickes Chat-Widget auf jeder Website einbetten. Wer vorhersagbare Ergebnisse ohne Token-Kosten braucht, ist hier richtig. An einzelnen Stellen können trotzdem LLM-Blöcke für offene Antworten eingebaut werden.
Zuletzt aktualisiert: 14. März 2026
Wer einen Chatbot für seine Website braucht, denkt oft sofort an KI. Dabei sind viele Anwendungsfälle besser mit festen Flows gelöst: Lead-Qualifizierung, Support-Triage, Buchungsanfragen. Typebot macht genau das sauber und ohne Überraschungen.
Wichtigste Funktionen
- Visueller Flow-Builder: Fragen, Antwort-Buttons, Verzweigungen und Integrationen werden per Drag-and-Drop auf einer Leinwand zusammengebaut. Kein Code nötig.
- Einbettbares Chat-Widget: Der fertige Flow lassen sich als Widget auf jeder Website einbetten, egal ob als klassisches Chatfenster oder als vollständige Seite.
- LLM-Blöcke: An definierten Stellen im Flow können KI-Blöcke eingebaut werden, die auf offene Nutzerfragen antworten. So bleibt die Struktur kontrolliert, einzelne Schritte werden flexibel.
- WhatsApp-Integration: Im Pro-Plan können Chat-Flows direkt auf WhatsApp gesendet werden, relevant für Unternehmen mit aktiver WhatsApp-Kommunikation.
- Native Integrationen: Verbindungen zu Google Sheets, Airtable, Zapier, Make, n8n, Notion und weiteren Tools sind ohne Code konfigurierbar.
Preise und Tarife
Der Free-Plan (Cloud) erlaubt bis zu 200 Chats pro Monat mit unbegrenzten Typebots. Branding von Typebot ist sichtbar, keine Dateiuploads.
Der Starter-Plan kostet 39 USD pro Monat. Enthalten sind 2 Seats, 2.000 Chats pro Monat und optionale Zubuchung von weiteren 500 Chats für 10 USD. Branding-Entfernung, Dateiuploads und Ordner-Struktur sind inklusive.
Der Pro-Plan kostet 89 USD pro Monat. Enthalten sind 5 Seats, 10.000 Chats pro Monat, WhatsApp-Integration, eigene Domains und erweiterte Analysen.
Für große Unternehmen gibt es einen Enterprise-Plan mit individuellen Limits, SSO und ISO-27001-Zertifizierung. Alle Cloud-Pläne werden monatlich abgerechnet. Self-Hosting ist komplett kostenlos (AGPL-3.0).
Ein “Chat” zählt, sobald ein Nutzer eine Unterhaltung startet, unabhängig davon wie viele Nachrichten dabei ausgetauscht werden.
Für wen ist Typebot geeignet?
- Marketing und Vertrieb: Wer Leads qualifizieren, Kontaktformulare ersetzen oder Buchungsanfragen per Chat bearbeiten will, bekommt mit Typebot einen robusten und günstigen Einstieg.
- Support-Teams: Für die erste Stufe des Kundensupports (Triage, FAQ, Ticketaufnahme) sind feste Flows zuverlässiger als KI-Chatbots, die unerwartete Antworten geben können.
- Entwickler und Agenturen: Self-Hosting per Docker macht Typebot für Teams interessant, die Kundenprojekte aufsetzen und keine laufenden SaaS-Kosten haben wollen.
DSGVO und Datenschutz
Typebot Cloud wird auf Servern in Frankreich (EU) betrieben. Chat-Daten, also Nutzereingaben aus den Flows, werden auf den Typebot-Servern gespeichert und sind über das Dashboard einsehbar. Bei Self-Hosting liegen alle Daten auf der eigenen Infrastruktur, was die DSGVO-Situation deutlich vereinfacht. Typebot trainiert keine KI-Modelle mit den eingegebenen Daten.
Alternativen zu Typebot
- n8n - Wenn Sie komplexere Automatisierungen brauchen, die über einen Chat-Flow hinausgehen und verschiedene Dienste miteinander verbinden sollen.
- Chatwoot - Open-Source-Tool für Kundenkommunikation und Live-Chat mit menschlichen Agenten, kein Chatbot-Builder.
- Botpress - Chatbot-Plattform mit stärkerem KI-Fokus, wenn offene Gespräche statt fester Flows im Vordergrund stehen.
Vorteile
- Determinierte Flows ohne Token-Kosten und ohne Halluzinationen
- Anpassbares Chat-Widget, das sich nahtlos in jede Website einbetten lassen
- WhatsApp-Integration im Pro-Plan für Chats direkt im Messenger
- Self-Hosting per Docker möglich, volle Datenkontrolle
Nachteile
- Kein vollwertiger KI-Chatbot, für offene Gespräche ungeeignet
- Self-Hosting erfordert drei separate Container (Builder, Viewer, Datenbank)
- AGPL-Lizenz erfordert Offenlegung bei Änderungen im Einsatz als SaaS