Langdock: KI-Tool Test & Bewertung
Langdock ist eine deutsche Enterprise-KI-Plattform, die alle Daten auf Servern in Frankfurt hostet und ISO 27001 sowie SOC 2 Type II zertifiziert ist. Die Plattform bündelt über 40 Modelle (GPT-5, Claude, Gemini, Llama, Mistral) in einer Oberfläche, ergänzt durch RAG mit Firmendokumenten, automatisierte Workflows und granulare Nutzerverwaltung. Für Teams ohne eigene DevOps-Kapazität der schnellste Weg zu DSGVO-konformer KI.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juni 2026
Im Vergleich zu Self-Hosted-Alternativen wie Open WebUI oder LibreChat entfällt bei Langdock der gesamte technische Aufwand. Kein Docker, kein Server-Management, keine GPU-Beschaffung. Mitarbeitende erstellen eigene Assistenten, die auf Firmendokumente zugreifen, etwa für Onboarding, interne Richtlinien oder Produktwissen. Granulare Zugriffsrechte, SAML/SCIM-Anbindung und Audit-Logs ermöglichen zentrale KI-Governance über alle Nutzer hinweg.
Wichtigste Funktionen
- Multi-Model-Chat: Über 40 Modelle von OpenAI, Anthropic, Google, Meta und Mistral in einer Oberfläche. Modell pro Assistent oder als Workspace-Standard wählbar.
- RAG mit Firmendokumenten: Assistenten erhalten Zugriff auf interne Wissensdatenbanken. PDFs, Dokumente und Datenquellen können hinterlegt werden, ohne dass Daten zum Modelltraining genutzt werden.
- Workflow-Automatisierung: Mehrstufige KI-Prozesse ohne Programmierung aufbauen. Der Workflow-Tarif bietet 2.500 bis 100.000 Workflow-Runs pro Monat.
- Agenten: Wiederkehrende Aufgaben automatisieren, von Recherche bis Dokumentenverarbeitung, mit Zugriff auf interne und externe Datenquellen.
- Integrationen: Über 40 Unternehmens-Integrationen, darunter gängige Collaboration-Tools und Produktivitätslösungen.
- Compliance-Funktionen: SAML/SCIM-Identity-Management, IP-Allow-Listing, konfigurierbare Datenaufbewahrung und regelmäßige Penetrationstests.
Preise und Tarife
Der Einstieg läuft über einen kostenlosen 7-Tage-Trial mit 5 Euro Modellguthaben, ohne Kreditkarte. Der Business-Tarif kostet 25 Euro pro Nutzer und Monat bei monatlicher Abrechnung oder 20 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung. Er unterstützt bis zu 1.000 Nutzer und enthält alle Funktionen inklusive SSO, SCIM und SAML. Für Vielnutzer gibt es zusätzlich den Business-Max-Sitz für 99 Euro pro Nutzer und Monat mit etwa fünffachem Nutzungskontingent. Für Workflow-Automatisierung gibt es einen separaten Add-on-Tarif: ein Starter-Kontingent mit 2.500 Runs ist im Abonnement enthalten, darüber kosten 40.000 Runs 539 Euro pro Monat und 100.000 Runs 1.199 Euro pro Monat. API-Nutzung wird nutzungsbasiert abgerechnet mit einem Aufschlag von 10 % auf die Anbieterpreise. Enterprise-Tarife mit individuellen Konditionen, dediziertem Deployment und angepasstem Support sind auf Anfrage verfügbar.
Für wen ist Langdock geeignet?
- Teams ohne KI-Infrastruktur: Unternehmen, die DSGVO-konformes KI ohne eigene Serverinfrastruktur einführen wollen, können sofort starten.
- Compliance-sensible Branchen: Finanz-, Gesundheits- und Rechtsdienstleister, die ISO 27001 oder SOC 2 als Voraussetzung haben, können Langdock direkt einsetzen.
- Unternehmen mit KI-Governance-Anforderungen: Zentrales Nutzer-Management, Audit-Logs und Zugriffsrechte ermöglichen kontrollierten KI-Einsatz über Abteilungen hinweg.
DSGVO und Datenschutz
Langdock hostet alle Daten auf Servern in Frankfurt am Main. Das Unternehmen ist ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifiziert und stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit. Eingaben werden nicht zum Training der Modelle genutzt. Für Unternehmen mit besonders hohen Anforderungen sind Private-Cloud-Deployments und On-Premise-Installationen verfügbar. BYOK (Bring Your Own LLM Keys) ermöglicht die direkte Nutzung eigener API-Schlüssel, ohne dass Token-Nutzung über Langdock läuft.
Alternativen zu Langdock
- Open WebUI: Self-Hosted-Alternative für technisch erfahrene Teams, kostenlos und DSGVO-konform, erfordert aber eigene Infrastruktur.
- LibreChat: Open-Source-Multi-Model-Chat zum Selbsthosten, mehr Konfigurationsaufwand, keine Enterprise-Zertifizierungen.
- Dify: Für Teams, die RAG-Anwendungen und Workflows selbst bauen wollen, stärker auf Entwickler ausgerichtet.
Vorteile
- DSGVO-konform mit EU-Servern in Frankfurt, ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifiziert
- Sofort einsatzbereit, kein Self-Hosting und keine IT-Ressourcen nötig
- Über 40 Modelle in einer Oberfläche, von GPT-5 bis Llama
- RAG mit Firmendokumenten für Assistenten mit eigenem Wissen
- Granulare Nutzerverwaltung, Zugriffsrechte und Audit-Logs
- BYOK (Bring Your Own Keys) und Private-Cloud-Deployment möglich
Nachteile
- Kein kostenloser Dauertarif, nur 7-Tage-Trial
- Proprietär, langfristige Abhängigkeit vom Anbieter
- Nicht selbst hostbar im Standard, Daten liegen bei Langdock (wenn auch auf EU-Servern)